Das bedauerlicherweise viele immer noch nicht Homosexuelle akzeptieren, ist leider bekannt. Aber Toleranz wird anscheinend auch nicht sonderlich groß geschrieben, dass bewies diese Tage der Entwickler Dream Games. Ein Mitarbeiter von Dream Games verweigerte einer Spielerin aufgrund ihrer sexuellen Gesinnung nicht nur das Spiel, nein zudem beleidigte er auch noch alle Gleichgesinnte.

Los ging es ganz harmlos mit einer Key-Offensive auf Facebook für die Early-Access-Fassung des Ego-Shooters Operation Caucasus. Genau auf so einen Zugang war auch die Facebook-Nutzerin Nìvea scharf, also schrieb sie die Entwickler kurzerhand an. Offensichtlich gefiel dem entsprechenden Mitarbeiter jedoch nicht, dass das Profilbild der Nutzerin in den Farben der LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgen), also im Regenbogen, ist. Doch die Antwort macht uns wirklich fassungslos, sie sagte: „Wir unterstützen LGBT nicht. Also bitte, f… dich selbst!“

Dadurch war die Nutzerin natürlich bestürzt und verfasste zugleich ein Kommentar auf Steam. Man würde nun meinen, dass das Unternehmen sich dann schnellstens aus der Affäre ziehen will und umlenkt oder zumindest sich irgendwie positiv versucht zu äußern. Aber nein, so nicht bei den Entwicklern, sie äußerten eine Nachricht die uns zum Schlucken bringt.

„Wir sind echte Menschen. Wir können nicht ändern, an was wir glauben. Du bist Christ? Dann darfst du LGBT nicht unterstützen. Du folgst keiner Religion? Dann gibt es für dich keinen Grund, LGBT zu unterstützen. In Amerika erziehen Eltern ihre Kinder falsch. Das ist auf keinen Fall der richtige Weg. Wenn du das verstehst, bist du ein echter Mensch. Wenn du das nicht verstehst, bist du nur eine mutierte Version eines Menschen.“

Spätestens jetzt war der Shitstorm ja vorprogrammiert. Die Firma ist nicht nur Homophobe, sie sitzt zudem extrem in der Vergangenheit fest. Es dreht einem wirklich den Magen um so etwas lesen zu müssen und das im Jahr 2016. Zudem bezeichnet man Homosexuelle, bzw. Personen die die LGBT unterstützen, in diesem Kommentar abfällig als „mutierte Version eines Menschen„. Die Facebook-Seite von Operation Caucasus wurde in den nächsten Stunden mit unzähligen freizügigen Bildern überschwemmt, viele weitere Gamer teilten ihren Unmut in den Kommentaren auf Steam und Facebook mit.

Jetzt folgte ein offizielles Statement:

„Wir sind sehr traurig über das, was in den letzten Tagen passiert ist. Die Wahrheit ist, dass wir niemals LGBT unterstützen werden und das uns diese Leute Leid tun auch wenn sie mit sich und ihrer Sexualität im Reinen sind. Doch das, was unsere Ex-Mitarbeiter getan haben, ist inakzeptabel. Wir sind Spiele-Entwickler und wir entwickeln Spiele nicht für einen Teil der Gesellschaft, sondern für alle. Jeder hat das Recht, unser Spiel zu kaufen und zu spielen.“

Man muss jetzt natürlich nicht dazu sagen, dass das Kommentar bei den meisten nicht gut angekommen ist. Wir können hier wirklich nur noch fassungslos den Kopf schütteln vor soviel Intoleranz. Und das Kommentar besagt zudem, dass den Entwicklern Homosexuelle Leid tun würden, die Aussage ist absolut unangebracht. Wir wollen euch nun auf keine Idee bringen, uns liegt eine Schädigung der Firma wirklich fern; doch wenn man das letzte Kommentar „Jeder hat das Recht, unser Spiel zu kaufen und zu spielen“ nun missverstehen würde und stattdessen keine Spiele mehr kauft. Man könnte es nur zu gut verstehen und unterstützen.

Quelle Buffed